Bildungsreise für Fach- und Führungskräfte der Behindertenarbeit nach Israel

Seminarnummer: C19-048 Kategorie: Campus in Kooperation Start: Sa. 13.04.2019 Art der Veranstaltung: Fünftägige Bildungsreise für Fachkräfte der Behindertenarbeit

Mit unser Partnerorganisation Shekulo Tov bieten wir eine professionelle Bildungsreise nach Israel an. Lernen Sie das „Integrative Modell” kennen, mit dem Shekulo Tov eine Vermittlungsquote von über 25 Prozent von Werkstätten für Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt erreicht.

Die Reiseleitung findet in englischer Sprache statt. 

Inklusion im Sozialraum, beginnend am ersten Tag der Rehabilitation. Das integrative Modell als Methode des „Niederreißens der Werkstattmauern und die Veränderung der beschützenden Einrichtung hin zur integrativen Organisation“.  Sie lernen das „Integrative Modell“ und Shekulo Tov als ganzheitlichen Anbieter kennen, der Menschen nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in ihrer beruflichen Weiterentwicklung umfassend begleitet.

Programm der Bildungsreise

1. Tag / Sonntag:

Tel Aviv Inklusion im Sozialraum, beginnend am ersten Tag der Rehabilitation. Das integrative Modell als Methode des „Niederreißens der Werkstattmauern und die Veränderung der beschützenden Einrichtung hin zur integrativen Organisation“.  Sie lernen das „Integrative Modell“ und Shekulo Tov als ganzheitlichen Anbieter kennen, der Menschen nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in ihrer beruflichen Weiterentwicklung umfassend begleitet.

Vormittag: Shekulo Tov Hauptsitz in Lod Lerneinheiten mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, Präsentationen, Workshops und Diskussionen

Nachmittag Besuch von „The Hive“ – Eine Werkstattabteilung im Sozialraum. The Hive entwirft und erstellt personalisierte Spiele. Hier werden professionelle Techniken für die Benutzung von Design und Graphik-Software und das praktische Handwerkzeug, einschließlich Druck und Versand vermittelt. Bei „The Hive“ werden beeinträchtigte Menschen für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert.

2. Tag / Montag:

Haifa Das Integrative Modell in der Praxis. Wie ist das Modell in die verschiedenen sozialen Geschäftsfelder implementiert? Wie kann die Integration behinderter Menschen optimiert werden, unter Einbezug der umgebenden Gesellschaft als Teil der beruflichen Bildung. Sie treffen die Führungskräfte von Shekulo Tov, die Sozialarbeiter*innen, die Jobcoaches und die Werkstattmitarbeiter*innen in verschiedenen Bereichen.

Vormittag: Fahrt nach Haifa Besuch der Bäckerei (Werkstattbetrieb) Besuch von Rebooks, einem Second-Hand-Buchhandel (Werkstattbetrieb) Mittagessen im „Good Coffee“, Ein Sozialcafé in dem Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung gleichermaßen berufliche Fähigkeiten im Umgang mit Kundschaft und im Gastronomiebereich erwerben und in ihrer Rehabilitation durch ein professionelles Team unterstützt werden.

Nachmittag: TNX-Vorstellung der Shekulo Tov-eigenen Marke mit Verkaufsständen. Diese werden unterhalten durch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die hierbei beruflich qualifiziert werden. TNX vermarket die Geschenkartikel von Shekulo Tov direkt vor Ort und im Verkauf an Unternehmen. TNX-Verkaufsstände sind auch Begegnungsstätten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

3. Tag / Dienstag: Tel Aviv

Wie wird das integrative Modell in die Recovery Arbeit einbezogen? Wie funktioniert Shekulo Tov’s Rehabilitationsphilosophie der „Nicht-Ausgrenzung“ in der täglichen Arbeit? Wie wird unterstützte Beschäftigung in das geschützte Umfeld der Werkstatt einbezogen?

Vormittag: Berufliche Rehabilitation Rehabilitation und Recovery – die Vision von Shekulo Tov Grundprinzipien der beruflichen Rehabilitation Unterstützte Beschäftigung in Israel - Eine Einführung: „Individual Placement and Support“ (IPS) – (individuelle Stellenvermittlung und Unterstützung): Hauptprinzipien, Vorteile, Grenzen und Auswirkungen auf die tägliche Arbeit Das Modell vom Kreislauf der Veränderung: Wie kann Scheitern integraler Bestandteil von Recovery sein? Was sind geeignete Instrumente für jede Phase des Kreislaufs? Wie wird das Modell in geschützten Werkstatteinheiten angewendet? DCI: Dynamic Cognitive Interaction Theory (Dynamisch-kognitive Interaktions-Theorie)

Mittagessen im Restaurant „Gute“, einem Restaurant auf dem ersten Arbeitsmarkt. Austausch und Diskussion mit Fachkräften und Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die im „Gute“ arbeiten aber weiterhin durch Shekulo Tov unterstützt werden.

Nachmittag: Das Integrative Einheiten Modell und P3-Modell der unterstützten Beschäftigung. P3 steht für Preparation (Vorbereitung), Placement (Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt) und Progress (Fortschritt). Das Modell dient der Aktivierung der Motivation, um den Weg von der geschützten Einheit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig zu schaffen. Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt Kooperation mit Arbeitgebern


4. Tag / Mittwoch: Jerusalem

Wie können die Bedarfe von Arbeitgebern mit den Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen vereint werden? Wie können zweifelnde Arbeitgeber als Kooperationspartnern gewonnen werden. Welche Instrumente sind für nachhaltige Kooperationen notwendig?

Vormittag: Fahrt nach Jerusalem Besichtigung des Israelmuseums Treffen mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern – Ehemalige Mitarbeitende aus den Werkstätten, die jetzt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durch Shekulo Tov unterstützt werden.

Mittagessen im Israelmuseum

Nachmittag: Stadtführung durch die Altstadt von Jerusalem

5. Tag / Donnerstag: Ashdod

Wie können Werkstätten für Menschen mit Behinderung zum Ort der Innovation werden? Wie können Marktprinzipien im geschützten Umfeld gefördert werden? Wie können mit Menschen mit Beeinträchtigungen an Entscheidungsprozessen auf der Organisationsebene beteiligt werden? Wie können sie befähigt werden, unabhängig und selbstbestimmt ihre Genesungsplanung zu gestalten?


Vormittag: Fahrt nach Ashdod zum israelischen Rebooks Center  Workshop: Innovatives Denken in der beruflichen Rehabilitation.  Wie werden Fachkräfte der Behindertenarbeit zu Unternehmer*innen?  Welche Chancen bietet die Digitalisierung in der Rehabilitation?

Nachmittag: Von Klient*innen zu Mitgestalter*innen Abschlussworkshop: Runde Tische, Ideensammlung, Zukunftswerkstatt

Wie kann der Dialog, der durch diese Bildungsreise entstanden ist, in nachhaltigen Nutzen und länderübergreifende Kooperationen weiterentwickelt werden?

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